Die Bedeutung des Regenwalds

Wissen Sie, wie es ist, durch einen Regenwald zu wandern? Sie kommen an hunderten von Bäumen vorbei, von denen viele mehr als 125 Fuß hoch sind. Sie sehen Orchideen, Farne und andere exotische Pflanzen, die auf Baumstämmen wachsen. Von oben dringt das Sonnenlicht durch das Blätterdach, aber Sie gehen im tiefen Schatten. Viele Tiere leben auf der Spitze der Bäume, während andere Lebewesen im dichten Laub des Unterholzes gut versteckt sind. Die Luft ist warm und feucht. Insekten sind überall.

Sie haben wahrscheinlich schon gehört, wie wichtig Regenwälder sind. Vielleicht haben Sie schon T-Shirts und Poster mit der Botschaft „Rettet den Regenwald“ gesehen. Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Regenwälder so vielfältig und wichtig sind?
Die große Kontroverse darüber erklärt, wie Regenwälder das Leben aller Menschen berühren. Tropische Regenwälder sind reich an Pflanzen und Tieren – einige, die nur wenige Menschen je in ihrem Leben gesehen haben. Regenwaldpflanzen enthalten viele der Dinge, die wir essen. Können Sie sich ein Leben ohne Schokolade, Zucker oder gar Bananen vorstellen? Zimt, Vanille und viele andere Gewürze stammen ebenfalls aus dem Regenwald.
Zusätzlich töten einige der Chemikalien des Regenwaldes Keime und bekämpfen Krankheiten wie Krebs.

Darüber hinaus sind Regenwälder für die Wiederverwertung von Wasser unerlässlich und beeinflussen im Übrigen den Sauerstoff-, Kohlenstoff- und Stickstoffkreislauf, so dass der Regenwald ein wichtiger Klimaregulator ist.
Mit Sicherheit sind Regenwälder die am weitesten verbreitete Waldart in den Tropen und bedeckten 1990 fast 714 Millionen Hektar.
Die menschlichen Populationen der Tropen und Subtropen machen heute jedoch insgesamt mehr als die Hälfte der Welt aus. Holzeinschlag, Bergbau und Brandrodung sind maßgeblich für die Zerstörung der Regenwälder verantwortlich. Wo Regenwälder vom Land gerodet wurden, fällt viel weniger Regen. Der Boden wird hart und trocken. Als Folge davon sterben jedes Jahr Tausende von Tieren und Pflanzen aus dem Regenwald aus. Seit 1970 hat die Welt mehr als 700.000 Quadratkilometer ihrer tropischen Waldfläche verloren. Wenn diese Dimensionen fortbestehen, wird bis Ende 2030 die Hälfte des Regenwaldes im Amazonasgebiet zerstört sein.